Ästhetik

Diagramme sollen Übersicht verschaffen und Klarheit bringen. Aus diesem Grund ist ihre visuelle Erscheinung meist puristisch auf ein paar wenige Merkmale reduziert: Auf geometrische Formen, einzelne Begriffe und eine lineare Umsetzung.

Diese zurückhaltende Ästhetik mag in vielen Disziplinen die richtige Wahl sein, in technischen Feldern etwa, wo Resultate abgelesen und Zusammenhänge exakt gemessen werden müssen. In anderen Disziplinen aber wiederspricht die kühle, distanzierte Ästhetik dem Inhalt, den die Diagramme vermitteln. Das Management scheint dafür ein passendes Beispiel zu sein. Die Überführung theoretischer Abhandlungen in visuelle Diagramme ist in der Geschäftswelt weit verbreitet und wird gerne gesehen. Wie in anderen Feldern werden auch hier Diagramme eingesetzt, die kühl und distanziert wirken. Inhaltlich geht es im Management aber nicht um exakte Daten, sondern um das Führen von Menschen und dabei spielen Imagination, visionäres Handeln und Durchsetzungsvermögen einen wichtige Rolle. Zwischen der erhabenen Ästhetik der Diagramme und der Emotionalität des realen Alltages besteht eine Diskrepanz.